Hochtemperatur Gewebe aus Aramidfasern 400 °C

Gewebe aus Aramidfasern, bis 400 °C

Aramidfasern, die in den 1960er-Jahren entwickelt wurden, bestehen aus gelben Filamenten mit einer Dicke von rund zehn Mikron Durchmesser, die zu einem Faden zusammengesetzt werden.

Die 100 % aus para-Aramid Gewebe (Kevlar®) in Leinwandbindung gewebt verfügen über hervorragende thermische und isolierende Eigenschaften. So können sie auf eine Spitzentemperatur von 500 °C und eine Dauertemperatur von 350 °C erhitzt werden. Darüber hinaus besitzen sie eine hervorragende Schnitt-, Abrieb-, Reiß- und Säurebeständigkeit sowie ausgezeichnete mechanische Eigenschaften. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich (aluminiert, gefüttert etc.) und sind insbesondere für die Anfertigung von Schutzkleidung und zur Wärmeisolierung geeignet.

Die 100 % aus para-Aramid bestehen Geweben (Kevlar®) in Kreuzköperbindung gewebt bestehen aus zwei einfachen Köperbindungen in unterschiedlicher Richtung. Sie sind insbesondere gegen hohe Temperaturen bis zu 450 °C und gegen Schnitte beständig und werden hauptsächlich zur Verstärkung von Schutzkleidung verwendet. Beschichtete Ausführungen (Silikon, Aluminium, feuerfest etc.) sind ebenfalls verfügbar.

Die Köperbindung 70 % Panox® - 30 % Kevlar® ist eine gute Alternative zu Geweben, die zu 100 % aus Aramid bestehen. Die Faser ist eine oxidierte Polyacrylnitrilfaser und thermisch stabil. Dank der Fasermischung kann das Textil einer konstanten Temperatur von bis zu 400 °C (Spitzentemperatur 600 °C) standzuhalten. Es ist insbesondere zum Schutz vor Funken und Spritzern geeignet. Seine mechanischen Eigenschaften sind allerdings schlechter als die von Geweben, die zu 100 % aus para-Aramid bestehen. Es wird hauptsächlich bei der Anfertigung von Flugzeug- und Bahnsitzen verwendet. Eine aluminierte Ausführung ist verfügbar.

     Anwendungen von Gewebe aus Aramidfasern

  • Wärmedämmung
  • Sicherheitsvorhänge
  • Hitzebeständige Anti-Feuer Handschuhe
  • Schutzkleidung und -Ausrüstung (Feuer und Schneiden)
  • Schürze

Allgemeine Informationen von Aramidfaser

Technische Informationen von Aramidfaser

Die physikalischen Größen in dieser Dokumentation sind unverbindliche Richtwerte. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an unsere technische Abteilung.

Aramid (285.20k)

Technisches Datenblatt: Aramid


Aramid Gewebe (183.77k)

Technisches Datenblatt: Gewebe aus Aramidfasern


FAQs, die Ihnen in dieser Kategorie helfen können

Welches Hochtemperaturgewebe für welche Einsatztemperatur?

Final Advanced Materials bietet eine sehr große Auswahl an Geweben für Temperaturen von -72 °C bis +2.000 °C. Für Anwendungen bis 550 °C sind Gewebe auf Glasfaserbasis am vielseitigsten. Sie vereinen eine hohe mechanische Festigkeit und Chemikalienbeständigkeit und sind zudem wirksame elektrische und thermische Isolatoren. Bei Temperaturen über 500 °C sind Gewebe mit Fasern auf Basis von Basalt (800 °C), Silikat (1.000 °C) oder Keramik (1.300 °C) für den Dauereinsatz zu empfehlen. Die Wahl des Gewebes hängt von der gewünschten Anwendung ab. Ob für Isolierung oder Schutz – die Einsatzbedingungen sind ein entscheidender Faktor bei der Wahl des geeigneten Gewebes.


Worin liegt der Unterschied zwischen einem Zetex-Gewebe und einem ZetexPlus-Gewebe?

Die von Final Advanced Materials angebotenen Zetex- und ZetexPlus-Gewebe sind beide hochtemperaturbeständige Glasfasergewebe, die für Wärmeschutz- oder Isolieranwendungen eingesetzt werden. Das Zetex-Gewebe eignet sich für Standardanwendungen und hält einer Dauertemperatur von 540 °C sowie einer Spitzentemperatur von 700 °C stand. Das ZetexPlus-Gewebe erhält eine Vermikulit-Ausrüstung, die seine Abriebfestigkeit und mechanische Festigkeit verbessert und es widerstandfähiger gegen höhere Temperaturen macht – von 815 °C Dauertemperatur bis zu 1.095 °C Spitzentemperatur. Die Wahl zwischen den beiden Materialien hängt daher hauptsächlich von den Einsatzbedingungen ab.


Keramikfasergewebe oder Siliziumdioxidgewebe: Welches Material für welche Anwendung?

Die von Final Advanced Materials angebotenen Keramikfasergewebe und Siliziumdioxidgewebe sind für extreme Anwendungen bestimmt. In Form von Geweben weisen Keramikfasern eine bessere Stabilität bei sehr hohen Temperaturen auf als Siliziumdioxidfasern. Tatsächlich verlieren Siliziumdioxidfasern an mechanischen Eigenschaften, mit einer hohen Schrumpfung in der Größenordnung von 7 bis 12 %. Es ist jedoch möglich, Siliziumdioxidgewebe thermisch zu behandeln, um diese Schrumpfung auf 1 bis 4 % zu begrenzen.


Keramikfasergewebe oder Siliziumdioxidgewebe: Welches Material für welche Anwendung?

Die von Final Advanced Materials angebotenen Keramikfasergewebe und Siliziumdioxidgewebe sind für extreme Anwendungen bestimmt. In Form von Geweben weisen Keramikfasern eine bessere Stabilität bei sehr hohen Temperaturen auf als Siliziumdioxidfasern. Tatsächlich verlieren Siliziumdioxidfasern an mechanischen Eigenschaften, mit einer hohen Schrumpfung in der Größenordnung von 7 bis 12 %. Es ist jedoch möglich, Siliziumdioxidgewebe thermisch zu behandeln, um diese Schrumpfung auf 1 bis 4 % zu begrenzen.