Bearbeitbares Aluminiumsilikat

bearbeitbare Aluminiumsilikat Keramik

Das Aluminiumsilikat ist verwendbar bei 650°C, aber ein Nachbrennen bei 1250°C gewährleistet eine spätere Haltbarkeit bis 1300°C. Es ist geeignet für die Herstellung von Prototypen, zum Löten, Befestigung von Schweißteilen, Isolatoren, Halterungen, elektrischen Bauteilen... Die Ausgangsteile dieser Keramik (Platten, Stangen, Scheiben) lassen sich einfach durch schneiden, sägen, bohren oder fräsen in die gewünschte Form bringen.

Diese Produkte sind hochtemperaturbeständig und einsetzbar in der Elektronik, Elektrik und Werkzeugbau. In der Rohform ist es bis 650°C einsetzbar und in gebrannter Form bis 1300°C. Es ist ein hydratisiertes Aluminiumsilikat, das sich mit konventionellen Maschinen bearbeiten lässt. Es existiert in kompakter Form und besitzt bestechende elektrische und mechanische Merkmale. Es lässt sich sehr präzise bearbeiten. Sie vermeiden dadurch den Einsatz von vorgefertigten Teilen und kostspieligen Formen – es ist die ideale Lösung für die Herstellung von Prototypen oder Kleinserien.

Schmelzmetalle wie Zink, greifen diese Keramik nicht an, sie ist reaktionslos in oxidierenden und reduzierenden Atmosphären und bietet eine bemerkenswerte Resistenz gegen Wärmeschocks. Sie entgast nicht und kann unter Vakuum eingesetzt werden.

Zusammensetzung

  • SiO2 : 67,78 %
  • Al2O3 : 27,83 %
  • TiO2 : 0,41 %
  • Fe2O3 : 0,048 %
  • CaO : 0,10 %
  • K2O : 2,96 %
  • Na2O : 0,87 %

Anweisungen für die Verarbeitung der Keramik

Im Rohzustand lässt sich das Aluminiumsilikat wie Holz oder Messing bearbeiten, in der Bandsäge, und für jede traditionelle Bearbeitung: Fräsen, Dreharbeiten, Gewinde, Ausbohrung, Abstechen, Falzen, Polieren. Es ist ratsam, Werkzeuge aus sehr hartem Metall, ohne Abkühlung zu benutzen und sorgfältig den Keramikstaub zu entfernen. Bitte beachten Sie, dass die Werkstücke in gebrannter Form eine Dicke von 12 nicht überschreiten sollten, um Risse zu vermeiden; für stärkere Dicken müssen Entlastungslöcher gebohrt werden. Während des Brennens dehnt sich die Keramik, um 1,9% bei 980°C, um 2% bei 1040°C, aus. Darüber hinaus sind die Veränderungen sehr gering und man kann eine Genauigkeit von ± 0,05 mm erreichen. Zur endgültigen Fertigung kann durch Politur noch korrigiert werden. Als Klebstoff empfehlen wir den Keramikkleber Cotronics 919 aus unserem Katalog.

Brennen

Um mehr 650°C auszuhalten, müssen die Teile durch Sinterung für den Ofen vorbereitet werden. Dieser Vorgang beginnt bei kaltem Ofen und die Aufheizphasen dürfen 260°C pro Stunde nicht übersteigen. Die Ausdehnung für das Erreichen der endgültigen Abmessungen (ca. 2%) bedenken. Die Aufheizphasen müssen auf 150°C pro Stunde herabgesetzt werden, wenn die Teile eine Dicke von mehr als 12 mm haben. Die Maximaltemperatur darf 1010°C bis 1100°C nicht überschreiten und wird während einer Zeit von 30 Minuten für eine Dicke von 6 mm und 45 Minuten für eine Dicke von 20 mm, aufrechterhalten (Berechnung des richtigen Wertes per Extrapolation). Danach wird progressiv abgekühlt, bis das Werkstück bei ca. 90°C aus dem Ofen genommen wird.

Besondere Anweisungen

  • Schneiden, bohren, drehen, ausbohren, Gewinde schneiden, durchbrechen, richten und bohren sind mit konventionellem Werkzeug möglich. Geschwindigkeiten der Werkzeuge und die Werkstoffe sind identisch der maschinellen Fertigung von Metallen. Benutzen Sie wenn möglich sorgfältig geschärfte Karbidwerkzeuge.

  • Die Ausdehnung von 1,8 bis 2% während des Brennens einplanen: eine maschinelle gefertigte Abmessung von 9,8 mm erreicht 10 mm nach dem Brennen. Diese Ausdehnung betrifft auch die Durchmesser.

  • NIE Schmiermittel oder Kühlflüssigkeiten benutzen.

  • Nach der Arbeit die Maschinen sehr sorgfältig säubern: Aluminiumsilikat wirkt abschleifen in Pulverform.

  • Falls erforderlich kann die gebrannte Keramik wieder mit Wasser und Schleifsteinen aus Siliziumkarbid für eine sehr große Genauigkeit bearbeitet werden.

Bei misslingen : Überprüfen Sie die häufigsten Ursachen : War die Brenntemperatur falsch eingestellt? Gab es einen Fehler in der Berechnung der Ausdehnung ? Besitzt das Modell scharfe Kanten oder „harte“ Übergänge ?

Technische Daten

Technische Daten 

Aluminiumsilikat ungebrannt

Aluminiumsilkat 1100°C 

Aluminiumsilikat 1300°C 

 Macor 

Glaskeramik VITRO 800

Physikalische Eigenschaften 

Dichte g/cm3

2.2

2.4

2.5

2.52

2.7

Durchlässigkeit %

1.5 - 2

0 - 0.5

0 - 0.5

0

 0.096

Wasseraufnahme %

1.5 - 2

0 - 0.5

0 - 0.5

0

0.038

Mechanische Eigenschaften

Härte

Mohs : 2.5

Mohs : 5.5

Mohs : 7.5

RockwellA: 48

 Mohs : 4

Druckfestigkeit N/mm²

6

150

800

345

 488

Biegefestigkeit N/mm²

12

50

80

94

 108

Elastizitätsmodul Gpa

/

/

/

66.9

 65

Thermische Eigenschaften

Maximale lastfreie Temperatur °C

900

1100

1400

1000

 800

 Dauerbetriebstemperatur °C

700

1100

1300

800

 800

Spezifische Hitze 20°C J/kg°K

/

/

/

0.79

       /

Wärmeleitfähigkeit W/m°K

1.07

1.7

2.2

1.46

 1.68

Ausdehnungskoeffizient 10-6 /°K

 

 

 

 

 

20 - 40 °C

/

/

/

9.3

/

20 - 600 °C

/

2.9 - 3.6

 6-8

11.4

8,6

20 - 800 °C

/

/

/

12.6

/

20 - 1000 °C

 7-12

/

 4-10

/

/

Elektrische Eigenschaften

Spezifischer Durchgangswiderstand 20°C Ohmcm

10^10

10^12

10^12

10^16

 1.8x10^14

Dielektrizitätskonstante 20°C  1 KHz

/

/

6.1

6.03

 6~7

Dielektrischer Verlustfactor (1 KHz)

/

/

9x10^-5

0.005

 /

Durchschlagfestigkeit 20°C kV/mm

 8-10

 6-7

 12-17

40

 > 15

Chemische Eigenschaften

Wiederstandsfähigkeit gegen Säure bei 20°C, ausser bei Fluorwasserstoffsäure

G

G

G

G

G

Wiederstandsfähigkeit gegen Alkali bei 20°C

G

G

G

SG

SG

Bearbeitbare Keramiken (343.32k)

Datenblatt: bearbeitbare Keramiken.


Aluminiumsilikat (197.57k)

Datenblatt: Aluminiumsilikat.